Dance with me
Der Tanzfilm Dance with me stammt aus dem Jahr 1998. Er erreichte nie die Popularität von Dirty Dancing oder Flashdance, was aber keinesfalls an der Leistung der Schauspieler liegt oder an der mitreißenden Musik liegt.
Die Handlung erzählt von einem jungen Kubaner, dessen Vater seine Mutter verließ, ohne von dem Kind zu wissen. Der junge Mann, im Film der Hauptdarsteller Rafael, beginnt seinen Vater zu suchen und wird in Texas fündig. Der Vater John Burnett wird im Film von Kris Kristofferson gespielt. Er besitzt ein Tanzstudio, in dem Rafael nun zu arbeiten beginnt. Dabei lernt er die Tänzerin Ruby kennen, gespielt von Vanessa Williams, und verliebt sich in sie. Auch Ruby ist alleinerziehende Mutter eines Sohnes. Langsam faßt auch sie trotz ihrer schlechten Erfahrung mit Männern Vertrauen zu Rafael und schließlich verliebt auch sie sich in ihn. Für einen Tanzwettberwerb für Latino-Tänze wählt sie sich den bisher tanzunerfahrenen Rafael als Partner aus, der nun unermüdlich zu üben beginnt.
Kurz vor dem entscheidenden Tag entscheidet sich Ruby, doch lieber mit ihrem Ex-Freund, dem Vater ihres Sohnes, anzutreten, was Rafael verbittert und enttäuscht. Sie merkt aber schnell, dass ihr Herz doch Rafael gehört, und der Film endet mit der Versöhnung der beiden, die natürlich auch durch mitreißenden Tanz ausgedrückt wird.
Die Handlung von Dance with me ist nicht neu und wirkt auf Anhieb etwas langweilig. Das Besondere, Mitreißende ist dann auch nicht die Geschichte, sondern der Tanz. Der Rhythmus lateinamerikanischer Tänze geht einfach ins Blut, dazu kommt ein hohes Maß an Erotik. Gerade durch die perfekten Tanzbewegungen, die heißen Blicke des sich verliebenden Paares wird man schnell von diesem Tanzfilm gefangengenommen. Durch das gemeinsame Einstudieren der Tänze entsteht ja auch diese erotische Spannung zwischen dem Paar. Gerade im Tango, einem wichtigen Tanz dieses Films, geht es ja um die Beziehung zwischen Mann und Frau.
Zum Erfolg verhalf darüberhinaus eine gute Hand bei der Wahl der Hauptdarsteller Vanessa Williams (Ruby Sinclair) und Chayanne (Rafael Infante).
Vanessa Williams, eine ehemalige “Miss America”, besticht nicht nur durch ihr gutes Aussehen sondern auch durch ihre Musikalität. Neben der Schauspielerei arbeitet sie als erfolgreiche Musikerin. Sie wurde schon für den Grammy Award vorgeschlagen. Für ihre Schauspielkunst erhielt sie u.a. den Image Award.
Ihr ist die Rolle der leidenschaftlichen Ruby auf den Leib geschrieben.
Ihr Partner Chayanne, mit bürgerlichem Namen Elmer Figueroa Arce ist ein ebensolcher Glücksgriff. Der aus Puerto Rico stammende Künstler blickt auf eine lange Musikkarriere zurück, unter anderem hat auch Eros Ramazzotti für ihn komponiert. So erntete er großes Lob für sein Album “Tiempo de Vals”, für “Atado a Tu Amor” wurde auch er für den Grammy vorgeschlagen. Er ist in der lateinamerikanischen Musik “zu Hause” wie nur wenige andere und war daher eine ausgezeichnete Wahl für diesen Musikfilm.
Der Name Kris Kristofferson (John Burnett) steht sowieso für sich selbst.
Die Musik von Michael Convertino gepaart mit der Leistung des Regisseurs Randa Haines ist ein gelungener Mix.
Nach dem Genuß des Tanzfilms Dance with me hat man große Lust, anschließend selbst das Tanzbein zu schwingen. Es ist gute Unterhaltung, die die Zuschauer gelöst und vielleicht etwas glücklicher zurückläßt.
